Castor 2001 - Fotos aus dem Wendland
Die Fotos geben keinen Gesamtüberblick über die Geschehnisse beim Castortransport im März 2001. Sie entstanden vom 26. bis 29. März auf der und um die Transportstrecke.
Wer Bilder als Abzug oder zur weiteren Verwendung haben will: Mail
Einen ausführlichen Eindruck und Überblick gibts übrigens auf den Seiten von Indymedia, die während der Proteste ausführlich berichteten.
Außerdem sehenswert:
26.3., ab 11.00 Uhr, Nahrendorf
Eigentlich wollten sie zu einer angemeldeten Mahnwache. Doch nach knapp 50 Metern wurden die 200 Atomkraftgegner von der Polizei aufgehalten und grundlos eingekesselt. 150 Leute wurden in Gewahrsam genommen.
26.3., Wendisch Evern
Knapp 800 Leute von x-tausendmal quer überraschen die Polizei, rennen plötzlich aus einem Waldstück mehrere hundert Meter in Richtung der Transportstrecke, setzen sich in einer Senke auf die Gleise.
Die Polizei ist ratlos, kann wegen der Geländebeschaffenheit nicht mit Wasserwerfern ans Gleis fahren. Auch das Wegtragen scheitert anfangs, da es für die Beamten zu anstrengend ist, die Protestierer aus der Senke knapp 5 Meter nach oben zu tragen.
Schließlich muss ein Zug angefordert werden, in den die Demonstranten gesetzt werden können. Die Aktion ist erst nach fünf Stunden friedlich beendet.
Auch die Polizei verhält sich bis auf kleine Ausnahmen rücksichtsvoll und räumt vorsichtig.
27.3., Wendisch-Evern
Auch am Tag der Castorankunft im Wendland gelingt es x-tausendmal quer, die Polizei zu überraschen. In vielen Kleingruppen ziehen insgesamt 1000 Menschen in Richtung der Bahngleise. Die wenigen Polizisten lassen sie einfach hinter sich stehen. So schafft es der Widerstand, sich an zwei Stellen auf den Gleisen niederzulassen. Die sächsische Polizei hat hierfür kein Verständniß und räumt mit aller Härte - einige Verletzte. An anderer Stelle, im Bahnhof Wendisch-Evern, handeln niedersächsische und Baden-Württemberger Beamte besonnener, auch die angerückten Wasserwerfer werden wieder zurückgeschickt.
27.3., Wendisch-Evern - Fortsetzung
Die Stimmung ist gut. Selbst Polizisten summen die Melodie der Lieder mit, die die Demonstranten trällern, und am Schluss spenden sich bunte und grüne gegenseitig Applaus.
Für die Atomgegner war die Aktion ein voller Erfolg. Zwar ist der Zug zum Abtransportieren der Blockierer schneller vor Ort als am Tag zuvor. Doch der Castorzug wartet bereits im Bahnhof Lüneburg, als immer noch knapp 150 Personen auf der Strecke sitzen. Folge: 2 Stunden Verspätung.
Die in den "Gefangenenzug" gesetzten Demonstranten werden übrigens bis ins südliche Schleswig-Holstein gefahren...
27.3., Wendisch-Evern
Der Castor rollt. Nur kurz nach Auflösung der Blockade in Wendisch-Evern passiert der Zug mit den sechs Behältern den Ort. Doch nur zwei Stunden später muss er eine weitere Zwangspause einlegen - diese soll dann 17 Stunden dauern...
28.3., Sueschendorf
Der Castor steht seit 16 Stunden auf halber Strecke zwischen Lüneburg und Verladekran in Dannenberg. Grund: eine besonders hartnäckige Blockade vierer Robin-Wood Aktivisten. Diese haben sich an in Beton eingelassenen Stahlrohren festgekettet. Gegen 14.00 Uhr läst die Polizei den letzten von den Gleisen und führt ihn ab. Zu diesem Zeitpunkt haben sich bereits einige hundert Atomkraftgegner vor der Betonblockade niedergelassen und unterstützen die Robin-Woodler. Der Castor hat nun 24 Stunden Verspätung.
29.3., Laase
Versuch einer Blockade des Straßentransports.
Gegen 6.50 Uhr verließ der Straßentransport mit den Castorbehältern den Verladekran in Dannenberg. Obwohl die Polizei weiträumige Straßensperren errichtete, schafften es knapp 1000 Demonstranten, in Laase direkt an die Strecke zu gelangen.
Ein riesiges Polizeiaufgebot verhinderte allerdings eine Blockade der Straße. So trafen die Castoren bereits 90 Minuten später in Gorleben ein.



































