SchülerInnenkammer zu Schulpolitik: "Bedenkliche Signale"

Die SchülerInnenkammer Hamburg hat auf ihrer gestrigen Sitzung Stellung zu den Vorstellungen der bildungspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen und zu den Sparplänen des Senats bezogen.

Massive Kritik wurde an dem Vorgehen der bildungspolitischen Sprecher und der Schulbehörde geäußert: „Es ist ein Unding, dass SchülerInnen-, Lehrer- und Elternkammer aus der Presse von den Beschlüssen erfahren haben. Dies ist ein bedenkliches Signal gegen die Mitbestimmung“, sagte Hanno Schulz, Vorsitzender der SchülerInnenkammer.

Die Einführung des Abiturs nach zwölf Schuljahren sei ein unrealistischer Schnellschuss, heißt es in der Stellungnahme. Die angekündigten Neueinstellungen von 100 LehrerInnen reichen schon für dieses Projekt nicht aus. „Es bleibt fraglich, wie dann erst die dritte Sportstunde finanziert werden soll und generell die LehrerInnen-Versorgung angehoben werden kann.“ so der Kammer-Vorsitzende.

Die SchülerInnenkammer befürchtet den Beginn einer totalen Demontage der Lernmittelfreiheit. Zudem fördert das Modell die Entstehung einer Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Schule und somit soziale Ungerechtigkeit.

Es ist grundsätzlich falsch, an der Bildung zu sparen. Gerade jetzt, wo die Schulforschung große Defizite in der Ausbildung junger Menschen aufgezeigt hat, muss entschieden
- auch finanziell - für eine Verbesserung von Unterricht und Ausstattung der Schulen eingetreten werden.

Den Wortlaut der Stellungnahme finden Sie hier.
Bei Rückfragen: Hanno Schulz - 0170 / 126 05 26

 

 

 

 

 

 

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