Zum Amoklauf in Erfurt
Die SchülerInnenkammer hat mit Bestürzung auf den Amoklauf an einem Erfurter Gymnasium reagiert.
Man dürfe aber trotz der Trauer um die Opfer nicht vergessen, dass der Täter anscheinend massive persönliche Probleme hatte. Es sei klar, dass scharfe Sicherheitsmaßnahmen keine Wirkung zeigen würden. "Hier ist Prävention entscheidend", sagte der Kammervorsitzende Hanno Schulz. Solche Katastrophen müssten frühzeitig verhindert werden. Verstärkte Überwachungsmaßnahmen, etwa durch Kameras, hält der Vorsitzende nicht für sinnvoll. "Solche Schülerinnen und Schüler haben anscheinend massive Probleme. Diese können durch professionelle, persönliche Betreuung, nicht aber durch Überwachung gelöst werden. Es geht um jeden einzelnen Schüler." Sinnvolle Maßnahmen wären demnach die Einführung von Sozialpädagogen und Schulpsychologen an allen Schulformen sowie die Entlastung von Lehrerinnen und Lehrern, damit diese sich mehr um die soziale Betreuung der einzelnen Schülerinnen und Schüler kümmern können.
Solche Taten können jederzeit wieder - auch in Hamburg - passieren. Einen sicheren Schutz gibt es nicht.
Bei Rückfragen: Hanno Schulz, Tel. 04154 / 69 86.