SchülerInnenkammer bezieht Stellung zu den Ereignissen auf der SchülerInnen-Demo vom 24.3.

 

Die SchülerInnenkammer ist über die Ereignisse auf der SchülerInnen-Demonstration gegen den Krieg am 24.03. erschrocken:

Wie in einigen Medien falsch dargestellt ist die SchülerInnenkammer nicht die Veranstalterin der Demonstration, sondern die Organisation "Jugend gegen Krieg".

Wir wollen ihnen Respekt dafür aussprechen, dass sie es geschafft haben, 20.000 SchülerInnen für eine Demonstration für den Frieden auf die Straße gebracht zu haben.

Aus unserer Sicht stellte sich der weitere Ablauf wie Folgt dar:
Die Demonstration verlief bis zum Berliner Tor friedlich. Danach meldeten die Organisatoren eine Demonstration zum Amerikanischen Konsulat an. Dieses wurde auch von der Einsatzleitung der Polizei genehmigt.

Etwa 5.000 SchülerInnen sind dann dem Demo-Wagen zum Amerikanischen Konsulat gefolgt. Dort haben die Veranstalter dann ihre Abschlusskundgebung durchgeführt. Kurze Zeit später hat der Demo-Wagen die Kreuzung verlassen.

Zu diesem Zeitpunkt sollen Erwachsene und auch SchülerInnen an der Absperrung mit Steinen, Flaschen und sonstigen Dingen geworfen haben. Daraufhin haben Polizisten ihren Schlagstock eingesetzt und in die breite Masse geprügelt, obwohl es, wie im Nachhinein bekannt wurde, keinen Einsatzbefehl dafür gab. Die Polizei rief 12mal auf, den Platz zu verlassen. Dies verstanden jedoch akustisch nur die Leute, die vorne standen, da es sehr laut war. Die Leute, die hinten standen, konnten nicht verstehen, was vorne von der Einsatzleitung der Polizei gesagt wurde.

Die Polizei setzte, als die DemontrantInnen nicht weggingen – durch die vielen Menschen war dies überhaupt nicht möglich – daraufhin Wasserwerfer ein, die aus Sicht der DemonstrantInnen willkürlich in die ganze Masse, in der sich auch unter anderem 11-jährige SchülerInnen befanden, zielten.

"Mit panischen Gesichtern rannten mir die SchülerInnen entgegen, die Polizei ging überzogen hart gegen die demonstrierenden Schülerinnen und Schüler vor", so Katharina Meyn (16), Vorsitzende der SchülerInnenkammer Hamburg.

Die Situation eskaliert so, dass die Polizei die DemonstrantInnen danach eingekesselt und in Richtungen Dammtor und Kennedybrücke weggedrängt haben.

Die SchülerInnenkammer findet die Maßnahmen während des Polizeieinsatzes unangemessen und nicht gerechtfertigt ohne jegliches Gespür für die Situation. Wir hätten uns einen deeskalierenden Einsatz der Polizei gewünscht.

Bei Rückfragen für die Medien:
Björn Maas 0173/1028898
Pressesprecher

 

 

 

 

 

 

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