für SchulsprecherInnen
- Vor der Wahl
- Wahlprogramm
- Die Wahl
- Kleines oder großes SchulsprecherInnenteam?
- Organisatorische Tipps für die laufende Arbeit
Es ist notwendig, dass man sich vor der anstehenden SchulsprecherInnenwahl genaue Gedanken darüber macht, was man im kommenden Schuljahr erreichen möchte. Man sollte nicht zu hohe Anforderungen an sich stellen - nicht eingehaltene »Wahlversprechen« können peinlich sein, und man wird unglaubwürdig. Stattdessen sollte man im Vorfeld bereits klären, wie man die Organisation einzelner Aktivitäten angeht, und auch abschätzen, ob es sich um realistische Unternehmungen handelt.
Wahlprogramm
Ein gutes und ausführliches Wahlprogramm sorgt für Transparenz bei den MitschülerInnen - es erhöht auch die Motivation, bei Aktionen der SchulsprecherInnen mitzuhelfen. Außerdem legt man als SchulsprecherIn so schon zu Beginn des Jahres die Arbeit für´s kommende Jahr fest. Vorteil: Alle im Team wissen etwa, wieviel auf sie zukommt, und die Aufgaben können bereits zu Beginn genau verteilt werden. Die einzelnen Punkte können besser »abgearbeitet« werden, es fällt weniger unter den Tisch. Programme können jedoch Konflikte zwischen Schulleitung, LehrerInnen und anderen Gruppen auslösen.
Wer bei der Arbeit in der SchülerInnenvertretung Probleme hat oder wer sich in seinen Rechten behindert sieht, der kann sich an die SchülerInnenkammer oder an die Ombudsfrau für SchülerInnenvertretungen wenden.
Ein (anonymisiertes) Wahlprogramm »Schule ohne Stress«, mit dem sich vor einiger Zeit eine SchulsprecherInnengruppe hat aufstellen lassen, findet ihr hier als PDF-Datei.Die Wahl
Spätestens sechs Wochen nach Beginn des Unterrichts eines neuen Schuljahres müssen die Wahlen der SchulsprecherInnen stattgefunden haben. Aufstellen kann man sich als Einzelperson oder als Gruppe von bis zu sieben Leuten. Gewinnt bei der Wahl eine Einzelperson, so muss es eine zweite Wahl der beiden StellvertreterInnen geben. Ansonsten ist die Gruppe gewählt.
Kleines oder großes SchulsprecherInnenteam?
Vor der SchulsprecherInnenwahl müsst ihr euch überlegen, ob ihr als Einzelperson oder als Gruppe (maximal sieben Leute) zur Wahl antretet. Wenn man schon PartnerInnen fürs SchulsprecherInnen- amt gefunden hat, empfiehlt es sich, sich mit diesen natürlich als geschlossene Gruppe aufzustellen. Denn wenn sich alle als Einzelpersonen aufstellen, können nur drei gewählt werden: Ein/e SchulsprecherIn und zwei StellvertreterInnen.
Uns hat die Erfahrung gezeigt, dass es allemal besser ist, sich als Gruppe aufstellen zu lassen. Wer also vorhat, sich zur Wahl zu stellen, sollte sich, wenn´s geht, noch PartnerInnen suchen. Überdies kann man als Gruppe bei der Vorstellung vor der Wahl oft besser auftreten.
Vorteile eines kleinen Teams:
- weniger Terminprobleme, somit bessere Zusammenarbeit
- schnellere Aktionsbereitschaft
- nicht so viele Streitigkeiten
- Verantwortung kann nicht so leicht zwischen den einzelnen
- Mitgliedern hin- und hergeschoben werden
Vorteile eines großen Teams:
- Kreativität größer, weil viele verschiedene Standpunkte
- mehrere Jahrgänge können vertreten sein
- Gemeinschaft ist stärker
- wenn mal jemand abspringt, kann das Team trotzdem
weiterarbeiten
Organisatorische Tipps für die laufende Arbeit
Das Wichtigste ist, dass unter euch der Informationsfluss klappt. Infos müssen schnell untereinander ausgetauscht werden können und für alle SchülerInnenvertreterInnen schnell einsehbar sein. Im Folgenden findet ihr einige organisatorische Hinweise, die euch, wenn sie sich auch eher bürokratisch anhören, die Arbeit wesentlich erleichtern können.
- Sinnvoll ist ein einheitlicher Briefkopf, den ihr bei allen Mitteilungen und Texten benutzt, die von euch kommen.
- Für schriftliche Mitteilungen an die MitschülerInnen ist es zu empfehlen, eine SR-Info-Wand (Schwarzes Brett) oder Litfasssäule zu haben. Sie sollte natürlich in der SchülerInnen-verkehrsreichsten Zone stehen, zum Beispiel neben dem Vertretungsplan.
- Damit das SchulsprecherInnenteam und außenstehende SchülerInnen jederzeit wissen, was im Augenblick läuft, sollte es einen für alle erreichbaren SV-Info-Ordner geben (Standort: SV-Raum oder Sekretariat).
- Gebt, wenn möglich, regelmäßig außer den Protokollen der SR-Sitzungen ein Info-Blatt heraus, das über die KlassensprecherInnen an alle SchülerInnen verteilt wird oder zumindest in jeder Klasse aushängt. Besteht auf jeden Fall auf einer SR-Seite in eurer SchülerInnenzeitung.
- Damit ihr im Team untereinander Kontakt habt, solltet ihr eine Telefonkette erstellen und euch ein- bis zweimal wöchentlich in einer großen Pause treffen. Wichtig sind auch Treffen mit eurem Verbindungslehrer/eurer Verbindungslehrerin.
- Schon vor der Wahl solltet ihr die Aufgabenverteilung regeln. Ihr braucht auf jeden Fall jemanden, der sich um den Schriftverkehr und die Post kümmert und eventuell für Protokolle verantwortlich ist. Außerdem eine/n Verantwortliche/n für die Leitung und Vorbereitung der SR-Sitzungen, jemanden, der sich ums Finanzielle kümmert (KassenwartIn), und eine Person, die die Verbindung zur SchülerInnenkammer hält - zusammen mit dem gewählten KreisschülerInnenratsmitglied.
- Leitung der SR-Sitzungen
Da ihr als SchulsprecherInnen für die Leitung der SR-Sitzungen zuständig seid, müsst ihr diese gut planen. Im Kapitel »SchülerInnenrat« findet ihr einige Anregungen, die sowohl euch helfen als auch zur besseren Arbeit des SR beitragen können.


