Für alle, die es noch nicht wissen: "Antifa" ist das oft gebräuchliche Kürzel für Antifaschismus.
Seit geraumer Zeit erfahren rechtsextreme Stimmungen starken Zuspruch.

Rechtsextreme Parteien gelangen in Länder- und Bezirksparlamente. Besonders hoch und erschreckend ist die Zustimmung unter Jugendlichen. Auch sonst nehmen ausländerfeindliche Äußerungen - in jüngster Zeit sogar wieder judenfeindliche Äußerungen - zu, genauso Anschläge auf Ausländer, auf Kirchen und Synagogen.
Selbst in "seriösen" Zeitungen wird das Bild der kriminellen und gefährlichen AusländerInnen benutzt - wird ein Verbrechen von einem Ausländer/einer Ausländerin verübt, so werden in dem Artikel sofort Herkunft, Hautfarbe und Status genannt.
Auf diese Weise verfestigt sich in den Köpfen zum Beispiel das Bild des "schwarzafrikanischen drogendealenden Asylanten".

Deshalb: Wir brauchen mehr antifaschistische Arbeit, wenn´s nicht noch viel schlimmer kommen soll. Antifa-Arbeit heißt nicht nur, gegen heutige neonazistische Tendenzen anzutreten, sondern auch, die Vergangenheit nicht auf sich beruhen zu lassen. In verschiedenen Unterrichtsfächern sind die Themen Toleranz und Intoleranz, deutsche Vergangenheitsbewältigung und aktuelle gesellschaftliche Themen vorgeschrieben.

  • Diskutiert in der Klasse das Thema. Inwieweit sind rechtsradikale Äußerungen gesellschaftsfähig geworden?

  • Nehmt an einer "Alternativen Stadtrundfahrt" des Landesjugendringes teil. Dort geht es zu Stätten der Hamburger Nazi-Vergangenheit. So eine Fahrt kostet wenig und ist sowohl als Einzelperson als auch als Gruppe/Klasse möglich.
    (Landesjugendring, Güntherstraße 34, 22087 Hamburg,
    Fon 31 79 61 14, www.ljr-hh.de)


  • Zu verschiedenen Daten wie dem 1. September (Kriegsbeginn 1939) oder dem 9./10. November (Reichspogromnacht 1938) lassen sich Aktionen planen. Zum Beispiel könnte man einen Aktionstag durchführen, an dem sich alle Klassen mit dem Thema beschäftigen und ihre Ergebnisse dann als Ausstellung zeigen.

  • An einer Fahrt in Konzentrationslager sollte jede Schülerin/ jeder Schüler teilgenommen haben. Denn dann kann man einen ersten Eindruck gewinnen, wie grausam das Nazi-Regime gewesen ist und wohin Rassenhaß führen kann.

  • Besonderes Engagement unter anderem "gegen das Vergessen" wird seit 1998 alljährlich mit dem "Bertini-Preis" ausgezeichnet. Nähere Informationen dazu erteilt das SchulInformationsZentrum, Telefon 428 63-19 30

 

 

 

 

 

 

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