Ach nö, werden einige von euch jetzt vielleicht denken, schon wieder dieses "Emanzen-Gelaber". Wir finden, daß es sich hierbei um eine grundlegende Aufgabe jeder SchülerInnenvertretung handelt, gerade Mädchen und Frauen eine gleichberechtigte Position in der Gesellschaft (also auch in der Schule) zu ermöglichen.

Seit Ende der 50er Jahre ist die Koedukation, die gemeinsame Erziehung von Mädchen und Jungen, im Bildungssystem der BRD verankert und die Ausnahme der Geschlechtertrennung im Sekundarbereich (z.B. im Sexualkundeunterricht) beschränkt.

Also haben Mädchen und Frauen seit dieser Zeit die Möglichkeit, "gleichberechtigt" zusammen mit Jungen unterrichtet zu werden. Trotzdem wurde in den letzten Jahren immer wieder darüber diskutiert, ob das gemeinsame Lernen für Jungen und Mädchen überhaupt fördernd ist. Seit den 80er Jahren liegt der Anteil der Mädchen/jungen Frauen an der Gesamtzahl der AbiturientInnen bei mindestens 50 Prozent, ohne Zweifel gehört also die Einführung der Koedukation zu den erfolgreichen Maßnahmen im Bildungssystem.

Aber dennoch werden Mädchen/Frauen oftmals nicht als gleichberechtigt im Unterricht angesehen. Die größte Streitfrage scheint immer noch in den Naturwissenschaften zu liegen - sie werden immer noch als "Männermonopol" angesehen.

Setzt euch mit diesem Thema doch einmal intensiver auseinander. Wie ist es an eurer Schule etwa mit frauenfeindlichen Inhalten im Unterricht? Oder mit Diskriminierung und Gewalt gegen Mädchen und Frauen? Wie ist die Position der LehrerInnen im gesamten Kollegium? Wird genügend Aufklärungsarbeit geleistet? Welche Rolle haben Frauen und Männer in euren Schulbüchern (z.B. Geschichtsbuch)?

Dieses Thema könnt ihr auch im SchülerInnenrat diskutieren und in den einzelnen Klassen anrege, z. B. über die Frage, ob getrennter Unterricht sinnvoll ist.

 

 

 

 

 

 

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